Warum dein Haar gerade im Sommer besonders leidet und Tipps zum Schutz vor Hitze und Sonne
- vor 21 Stunden
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 7 Stunden
Warum deine Haare & deine Kopfhaut im Sommer besonders leiden:
Der Haaraufbau:
Mal vorweg musst du eines wissen: Die äußerste Schicht der Haare ist die Schuppenschicht (Cuticula) die aus flachen, übereinandergreifenden Zellen besteht. Sie schützt das Haar vor mechanischen Einflüssen wie Kämmen und Fönen, aber auch vor Umwelteinflüssen wie Wind, Hitze und allem voran: UV-Bestrahlung.
Was passiert wenn meine Haar zu stark von der Sonne geküsst wird:
Das UV-Licht greift das haareigene Keratin und die Lipide an. Dadurch wird die Schuppenschicht aufgeraut, das Haar wird brüchig, die Haarfarbe verblasst und der Glanz...Ade!
Zusätzlicher Balast für dein Haar: Chlor- und Salzwasser
Schwimmen im Pool oder im Meer ist einfach herrlich, aber leider steckt darin auch eine kleine Herausforderung für dein Haar.
Im Pool sorgt vor allem das Chlor dafür, dass das Wasser hygienisch bleibt. Doch das Chlor kann die natürlichen Schutzmechanismen der Haare angreifen und entzieht ihnen wichtige Nährstoffe. Das Ergebnis: Dein Haar fühlt sich schneller trocken an, wird spröde und verliert seinen schönen Glanz.
Auch Salzwasser im Meer kann das Haar stark belasten. Salz zieht Feuchtigkeit aus dem Haar und kann dafür sorgen, dass es sich matter und rauer anfühlt.
Kurz gesagt: Chlor und Salz verändern das Haar im wahrsten Sinne des Wortes – sie machen es weniger geschmeidig und nehmen ihm den Glanz.
Die wichtigsten Tipps wie du Haar-Schädigungen verhindern kannst:
Vor dem Schwimmen:
Feuchte deine Haare mit klarem Wasser an: So saugt sich dein Haar nicht NUR mit Chlor- und Salzwasser voll.
Verwende einen UV-Schutz in Form eines Leave-in Produktes: Damit bildest du eine Schutzschicht für dein Haar.
Mach dir einen leichten Zopf oder Dutt: Binde deine Haare zusammen und halte deine Haarlängen und Spitzen möglichst „ruhig“, damit deine Haare nicht so stark verfilzen.
Nach dem Schwimmen:
Spüle dein Haar gründlich mit klarem Wasser aus: So entfernst du Salz und Chlor schnell, bevor sie länger einwirken.
Verwende einen Conditioner oder eine Haarmaske, die besonders gut für sonnengestresstes Haar wirkt.
Rubbel dein Haar nicht ab: Versuche es stattdessen mit Tupfen oder mach dir einen Turban!

Kämmen mit Geduld: Erst wenn dein Haar etwas angetrocknet ist und wenn nötig mit einer Zusatzportion Leave-in Pfelge, kannst du vorsichtig beginnen dein Haar zu entwirren. Mach das am besten mit einer Bürste, die zum Entwirren gemacht wurde. Teile dein Haar ab und beginne dein Haar in den Spitzen zu kämmen.
Arbeite dich dann langsam und vorsichtig nach oben. Wenn du am Ansatz beginnst, schiebst du all deine Knötchen und Haar-WirrWarr nach unten und es wird ein störrischer Knödel entstehen. Für den Tipp wirst du mir danken!
Was passiert, wenn ich einen Sonnenbrand auf der Kopfhaut bekomme?
Wenn du einen Sonnenbrand auf der Kopfhaut bekommst, passiert im Grunde dasselbe wie an der restlichen Haut deines Körpers: Die UV-Strahlung verursacht eine Entzündung in den obersten Hautschichten. Allerdings ist die Kopfhaut besonders sensibel und dabei oft besonders „hilflos“, weil sie gerne vergessen wird und schwerer zu behandeln ist. Verwende bei gereizter Kopfhaut besonders milde Shampoos und massiere nur ganz leicht deine Kopfhaut. Du kannst After Sun Produkte auf die Kopfhaut auftragen um sie zu beruhigen.
Wie du deine Kopfhaut vor Sonnenbrand schützen kannst:
Verwende einen Sonnenschutz auf der Kopfhaut! Teile deine Haare Scheitel für Scheitel ab und trag den Sonnenschutz auf.
...oder mach es zu deinem Style: Trage einen Hut, ein Tuch oder eine Kappe. Somit schützt du dich übrigens auch vor einem Sonnenstich.
Extras für den Sommer-Haarschutz
Leave-in mit UV-Schutz und Feuchtigkeit: Trage deinen Feuchtigkeitsspray oder dein Serum gerne mehrmals täglich auf. Es pflegt und schützt nicht nur, sondern hilft deinem Haar auch, weicher und geschmeidig zu bleiben.
Mach 1 mal pro Woche eine Haarkur: Besonders bei häufigem Schwimmen lohnt sich eine reparierende oder feuchtigkeitsspendende Haarkur.
Weniger Hitze, mehr Pflege: Föhn und Glätteisen im Sommer gerne mal weglassen und auf luftgetrocknetes Haar setzten, weil strapaziertes Haar hitzeempfindlicher ist.
Hier dein Sommer-Haarpflegeplan:
Verwende immer wenn du mit Chlor- oder Salzwasser in Kontakt gekommen bist, ein spezielles Sun Protect Shampoo. Dieses reinigt dein Haar optimal und wirkt beruhigend auf dein Haar und deine Kopfhaut.
Leave-in Pflege mit UV-Schutz: Verwende Schutz und Pflege immer dann wenn du in der Sonne bist.
Einen Conditioner verwendest du nach jeder Haarwäsche um die Schuppenschicht der Haare zu schließen. Die Haarmaske ist dein absoluter Booster. Meine Empfehlung: nach jeder 3. Haarwäsche.
Verwende Frotteehandtücher und mach dir damit einen Turban.
Nimm Haarbürsten zur Hand, die dich beim Entwirren unterstützen. Finger weg von feinen Kämmen.
Achte darauf, dass deine Haargummis und Spangen kein Metall enthalten. Das würde sich unter der Sonne wahnsinnig aufheizen.
Hast du gewusst, dass die stoffüberzogenen Haargummis von der Amerikanerin Rommy Hunt Revson erfunden wurden? Sie suchte eine schonende Alernative zu den damals herkömmlichen Haargummis mit Metall. Inspirieren lies sie sich übrigens von dem Bund einer Jogginghose.
Um beim Schlafen Reibung zu vermeiden, kannst du dir eine Seidenschlafhaube zulegen. Sieht zwar nicht besonders sexy aus, ist aber der absolute Game Changer.
Jetzt steht gesundem und kräftigem Haar nichts mehr im Wege. Schütze dein Haar, pass gut auf dich auf und genieße den Sommer!
Deine Lena












Kommentare